Language
Hotline: office@sailorama.at
Login
segeltoern-familie-mittelmeer-bordkasse

Familien-Segeltörns ohne Bordkasse

Klare Kostenkontrolle schon vor der Reise

 

Familien-Segeltörns all inclusive

Bei den von uns angebotenen Familien-Segelreisen gibt es keine Bordkasse. Was eine Bordkasse ist, wann sie sinnvoll ist; und wann keinesfalls, lesen Sie hier.


Aufgabe einer Bordkasse bei privaten Segelreisen 

Seit Jahrzehnten ist das Einrichten einer Bordkasse fixer Teil von Segeltörns. Sie wird gleich am Anfang des Segeltörns eingerichtet. Alle Gäste an Bord beteiligen sich zu gleichen Teilen daran. Aus der Bordkasse werden alle laufenden Kosten, die im Zuge einer  Segelreise entstehen, abgedeckt.  Der Schiffsführer zahlt nicht ein.

Aus der Bordkasse werden finanziert: Einkäufe und Nachkäufe der Lebensmittel, Diesel und Gebühren der besuchten Häfen und verwendeten Bojen. Weiters Stützpunktkosten (Kochgas, Revierbewilligungen – auch bekannt als Transitlog), die Kosten für Bettwäsche und Reinigung der Yacht bei Törnende, Benzin des Außenborders, die Verpflegung des Skippers an Land, für eventuell während des Segeltörns kaputt gegangene oder verschwundene Ausrüstungsgegenstände und je nach Segeltörn-Organisation auch weitere Kosten.

Eine Bordkasse ist eine sinnvolle und faire Einrichtung, die die Finanzierung der Nebenkosten eines Segeltörns unter Freunden deutlich erleichtert. Allerdings gilt dies nur für den privaten Segeltörn. Beim professionellen Segeltörn wird die Wirksamkeit der Bordkasse  eingeschränkt und führt sehr schnell zu Unstimmigkeiten.


Unsinn einer Bordkasse bei Familien-Segeltörns 

Bei professionellen Segeltörns kennen sich Skipper und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Törnbeginn normalerweise nicht. Man muss sich also drauf einigen, was eingekauft wird, wo eingekauft wird, wer einkaufen geht, wie die Einkäufe aufs Segelschiff gebracht werden.  Unstimmigkeiten sind vorprogrammiert: mehr Fleisch oder mehr Gemüse? Schokolade und Cola, oder doch mehr Fruchtsäfte und Bio-Cracker ohne Zucker? Steht Wein auf der Einkaufliste und wenn ja – was darf der kosten?

Mitseglerinnen und Mitsegler bringen in diesen Dingen mit Recht wenig Proviantierungs-Erfahrung für einwöchige Segeltörns von acht oder zehn Personen mit.  Dementsprechend unbefriedigend ist das Shopping-Ergebnis. Viele Produkte gehen nach zwei Tagen aus, mit der Menge anderer Produkte könnte man ein Monat segeln und die Crew wirft bei Törnende Nahrung im Wert von oft 200 Euro in die Mülltonne – ökonomisch und ökologisch eine Katastrophe.


Überraschungen beim Familien-Segeltörn vermeiden

Weitere Nebenkosten führen zu weiteren Irritationen. Stützpunkkosten betragen meist zwischen 150 und 300 Euro. Die Kosten für Hafengebühren während des Segeltörns können in den Sommermonaten ohne weiteres EUR 200 pro Nacht erreichen, manchmal mehr. Eine Segelyacht schluckt gerade in den windarmen Sommern gewaltige Mengen an Diesel und bei Törnende tankt man um EUR 250. Der Skipper nützt es zwar nicht schamlos aus, dass er gratis mitverpflegt wird, aber auch ein billiger Fisch mit etwas Wein und Nachtisch schlägt gleich mit EUR 50 in die Bordkasse. Bei vielen professionellen Segeltörns wird auch die Kautionsversicherung  des Segelschiffs als Nebenkosten in die Bordkasse genommen, auch ist es - leider - teilweise üblich, dem Skipper einen Teil seines Honorars aus der Bordkasse zu zahlen.

Bei Törnende ist man erstaunt, dass man zusätzlich zu den Mitsegel-Törnkosten noch 200 oder 300 Euro sozusagen en passant ausgegeben hat – pro Person, wohlgemerkt.  Es bleibt ein unschöner Beigeschmack.


Der geringste Schaden: Blasses Curryhuhn mit Rotwein

Es fällt Proviantierungs-Neulingen beim Einkauf für den angehenden Segeltörn schwer, die richtige Balance aus deftiger und gesunder  Kost zu finden. Üblicherweise neigt sich die Waage deutlich auf eine Seite, womit sich ein Teil der Crew übergangen fühlt, aber mitzahlen muss.

Unterm Strich betrachtet, wird immer zu teuer eingekauft und es gibt wenig Harmonie unter den gewählten Produkten. Wer mag schon am zweiten Segeltag Spaghetti mit Schweinefleisch und Dosentomaten essen, während es für die guten Avocados keinen Knoblauch gibt und für das Hühnerfleisch keinen Curry. Außerdem wurden die sechs Flaschen  des 15-Euro Rotweins irrtümlich semisecco eingekauft, aber zum bleichen Curryhuhn gibt es leider keinen Weißwein. Bier ist zwar in Massen vorhanden, wird aber nur von zwei Mitseglern getrunken.


Haben wir das Rad neu erfunden?

Nein. Das Gelingen eines Segeltörns ist von vielen Faktoren abhängig, und unerwartete Nebenausgaben sind nur ein Teil davon. Bezüglich der Bordkasse vertreten wir allerdings klare Standpunkte:

Wir möchten unseren Gästen und auch dem Skipper das Getue mit Abrechnungen innerhalb der Crew, mit Chaos beim Einkaufen ersparen.
Wir möchten unsere Segeltörns ab Törnbeginn absolut freihalten vom Thema Geld.
Wir möchten nicht, dass es zu irritierenden finanziellen Überraschungen beim Segeltörn kommt.
Wir möchten nicht, dass unsere Gäste (eventuell sogar Familien mit Kindern) noch am Tag ihrer Ankunft zum Supermarkt fahren müssen und ratlos vor den Regalen stehen, dann mit dem Taxi zurück zum Segelschiff müssen und beim Bunkern in der Hitze braten.
Wir möchten nicht, dass es zu irritierenden finanziellen Überraschungen beim Segeltörn kommt.
Und wir möchten nicht, dass sich unsere Gäste übervorteilt, ausgenützt, schlecht beraten fühlen.
Wir möchten für unsere Gäste 100%ige Kostenkontrolle.

Als Mitseglerin und Mitsegler eines Segeltörns kann und muss man nicht wissen, wie hoch die Liegegebühren in den Häfen sind, und man muss nicht wissen, wie viel Sprit ein Segelschiff verbraucht.  Auch finden wir, dass die Skipper-Verpflegung an Land Veranstaltersache ist, denn woher weiß man vorher, ob der Skipper lieber Spaghetti isst oder eher Drachenkopffisch bevorzugt? Warum muss sich ein Gast damit  beschäftigen, ob eine Kautionsversicherung für den Segeltörn besteht besteht oder nicht?


Individuelle Familien-Segeltörns mit Kostenchaos

Individuell zu reisen bedeutet, mutig zu sein.  Es bedeutet, nicht auf ausgetretenen Pfaden gehen zu wollen, sich auf Neues einzulassen. Individualreisen können auch prickelnden Nervenkitzel verursachen, denn der erste Segeltörn ist natürlich immer ein Sprung ins kalte Wasser.

Aber individuell segeln zu gehen bedeutet nicht, dass das Segelabenteuer auch ein finanzielles ist. Der Gesamtpreis sollte bei Reisebuchung des Segeltörns klar definiert sein. Dies gilt für Alleinreisende und  natürlich noch viel mehr für Paare und Familien.


Familien-Törns ohne Bordkasse. Wir bleiben dabei.

Zugegeben: es muss nicht unbedingt so sein, wie wir uns das vorstellen. Aber wir sind uns sicher, dass ein Segeltörn ohne Bordkasse einen nicht unerheblichen Mehrwert für unsere Gäste darstellt, und wir sind überzeugt: Eine Woche ohne Diskussionen über Geld ist eine sehr gute Woche.



Möchten Sie mehr erfahren? Hier kommen sie zur Seite Wichtig zu wissen.

SAILORAMA Segelreisen © All rights reserved

Der Eintrag "sidearea" existiert leider nicht.

Diese Website verwendet Cookies für Werbezwecke, Zwecke in Verbindung mit Social Media sowie für analytische Zwecke. Wenn Sie weiter auf der Website surfen, erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Weiterlesen …